Fest Kreuzerhöhung in & am Püttlinger Kloster 2017
Zum "Fest Kreuzerhöhung" kamen am 09.09. und 10.09.2017, zahlreiche Besucher nach Püttlingen.

Die Pfarreiengemeinschaft Püttlingen und die Kardinal-Maurer-Gesellschaft hatten auch in diesem Jahr zum Klosterfest in das Püttlinger Kloster Heilig Kreuz geladen. Den Auftakt machte am Samstagabend das Benefizkonzert der Kardinal-Maurer-Gesellschaft, dessen Erlös dem Siedlungswerk der Kardinal-Maurer-Stiftung in Bolivien zugute kommen wird.
Das Vokalensemble CHORisma, das für den guten Zweck auf eine Gage verzichtet hatte, begeisterte die Zuhörer mit einem spannenden Programm geistlicher und weltlicher Chormusik von der Renaissance bis zur Gegenwart. Für den bei aller Professionalität engagierten und lebendigen Vortrag wurden die siebenköpfige Gruppe vom Publikum mit lang anhaltendem Beifall belohnt.

Beginn und geistlicher Höhepunkt des Sonntagsprogramms war, nach einer Station an der Kreuzkapelle, das feierliche Hochamt, das in der Klosterkirche begangen wurde, unter Beteiligung des Bergmanns und Unterstützungsvereins Köllerbach und musikalisch gestaltet vom Kirchenchor St. Sebastian. Anschließend konnten sich die Kirchenbesucher und weitere Gäste beim Frühschoppen mit der Stadtkapelle Püttlingen, beim Mittagessen mit einem großen Angebot an Speisen und Getränken und schließlich an der reich bestückten Kuchentheke stärken und mit zwischenzeitlichem Sonnenschein den Tag in gemütlicher Runde verbringen.

Zur Geschichte:
Die katholische Feier geht auf die römische Kaiserin-Mutter Helena zurück, die, einer frommen Legende zufolge, das Originalkreuz von Jesus Christus wieder entdeckt hat und fortan "erhöhen", also bei feierlichen Anlässen hochhalten, ließ. An der Kreuzkapelle in Püttlingen wurde "Kreuzerhöhung" in früheren Zeiten traditionsgemäß als Bergmannsfest gefeiert, geriet aber in Vergessenheit. Es war die Kardinal-Maurer-Gesellschaft (KMG), die das Fest vor 23 Jahren wieder belebte.

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Neugewählter Vorstand setzt die Arbeit für das Siedlungswerk in Bolivien fort
Bei den Neuwahlen zum Vorstand der Kardinal-Maurer-Gesellschaft wurde mit Günter Himber ein Vorsitzender gewählt, der viele Jahre in Spanien gelebt und gearbeitet hat und lange Zeit in einem anderen Bolivien-Hilfsverein tätig war.
Zwei weitere neue Vorstandsmitglieder, Georg Dittgen als Kassenverwalter und Bruno Wupper als Schriftführer, bringen ebenfalls langjährige berufliche Erfahrungen in ihr neues Amt ein. Zusammen mit den 4 wiedergewählten Vorstandsmitgliedern Hans-Walter Bremerich, Rudolf Müller, Klaus Petri und Monika Raubuch ist damit ein neues Leitungsteam gewählt worden, das sich auf der soliden Basis der bisherigen Arbeit dafür einsetzen wird, dass auch in Zukunft bedürftigen Familien in Bolivien für sie erschwinglicher Wohnraum zur Verfügung gestellt werden kann.

Die Püttlinger Kardinal-Maurer-Gesellschaft e.V. fördert und finanziert das bolivianische Siedlungswerk ihres Namensgebers, des in Püttlingen geborenen Kardinals Josef Clemens Maurer, das dieser 1967 an seinem Bischofssitz in Sucre begründet hatte. Das Siedlungswerk baut in Bolivien kleine Einfamilienhäuser, die von bedürftigen kinderreichen Familien und Alleinerziehenden mit Hilfe eines zinslosen Darlehens erworben werden können. Damit solll vor allem den Kindern eine bessere Zukunftsperspektive eröffnet werden.
Die Häuser werden den Bewerbern nicht kostenlos überlassen, sondern müssen durch Geld- oder Sachleistungen bezahlt werden. Dabei ist der Kaufpreis – selbst für bolivianische Verhältnisse – niedrig gehalten. Dieses Vorgehen hat psychologische und wirtschaftliche Gründe: den Käufern wird der Wert der erworbenen Häuser deutlich gemacht. Wenn sie für ihren Besitz arbeiten, sparen und bezahlen müssen, werden sie ihn auch erhalten und pflegen.
Die zurückfließenden Gelder werden zusammen mit den Überweisungen aus Püttlingen wieder für den Ankauf von Grundstücken und den Bau weiterer Häuser investiert. Inzwischen wurden mehr als 1000 Häuser übergeben. Trotzdem ist der Bedarf weiter sehr hoch: bei der Übergabe des jüngsten Bauabschnitts vor einigen Monaten gab es für die 26 Häuser mehr als 200 Bewerber.
Die Kardinal-Maurer-Gesellschaft finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Veranstaltungen
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